Schwebe

Vorstellung von mir und dir, die mich lenken, ausgeliefert Gedankengelenke, Gedeute, Gedanken, gedacht ohne Ende, was wird es sein, es ist nichts, nichts oder doch oder wie-wäre-es-Bilder, es tut schon vorsorglich weg. es wird, ich weiß es, es wird nicht gut enden, Angst, halte mich, ich schwebe wie auf Wolken und vor mich hin, hilf mir, halt mich, wo bist du, wer bist du, was willst du?

21.3.10 23:29, kommentieren

Werbung


 

was bedeuten deine buchstaben?

was sagt mir deine schrift?

was soll ich damit?

ich reagiere blos, so schwach

nimmst mir meine federführung.

ich erkenne mich nicht

lege mich fast blind und zitternd in große kissen

die riechen nach dir

wenn du es schreibst wird es sicher sein,

hinter diese zeichen kann man nicht zurück

dein duft klebt wie tinte an mir

ich schrubbe, verberge

und es gelingt mir zu glauben,

dass du mit zielen gehst

dass du um deine handlung weißt,

wie der dichter und sein handwerkszeug,

dass du auswählst mit Bedacht

und mich zum Opfer deiner Hände und Lippen machst.

1 Kommentar 21.3.10 23:25, kommentieren

Liebliches Volkslied

Wie ich hier so stehe

und ganz bei dir gehe

wird mir endlich klar,

dass das etwas war.

Hat sich nicht gezeigt

war nicht zu sehen zu Beginn

welch frecher Streich vom

höchsten Lebenssinn.

1 Kommentar 21.3.10 23:10, kommentieren

Sonne

 

Sie vollführt ihren Tanz auf meiner Nase

macht sich warm und breit

errötet meine Wangen

hinterlässt Spuren sommersprösslicher Weise.

 

Sie macht es in mir

legt an ein Wonnepolster

und schmiegt

bringt mich zum Schmiegen

zu weich zu schmiegsam wird es um mich

ich sehe ihr angstvoll zu.

 

Sie setzt sich so tief

sie schiebt es noch weiter, noch tiefer

was denn, fragt ihre Durchdringlichkeit

Die Hitze und die Eiseskälte, die schon winkt,

sind meine Antwort.

20.2.10 22:00, kommentieren

Hier und Sie

 

Manchmal starrt sie vor sich hin

macht die Ohren zu und denkt sich nichts dabei.

Einfach blicken, atmen, sehen

so fern das Auge geht.

 

Manchmal nimmt sie Einsicht,

in so weit gelegne Gefilde

so weit, dass zurückzukommen lastet.

Das Hier und Sie ertragen sich widerwillig nur.

20.2.10 21:54, kommentieren

Zeitenthobene Momentaufnahme

 

Mit ollem Handwerkszeug

komm ich da nicht weit

Du triffst den Nagel auf den Kopf

wenn du die Hand ausstreckst nach mir

ein zu alter Hut ist das Zugreifen.

 

Ich meine, du bist mir nicht

Jacke wie Hose

und dennoch fliehe ich

vorwärst, rückwärts, seitwärts hin

gestützt auf Stock und Regenschirm

auf dass, dein offenes Polenland

mich nicht vertreibt.

 

Ich lege so unbewusst

den Mantel des Schweigens an,

als wärest du mein Hacken an der Wand,

irgendwann.

2 Kommentare 20.2.10 21:50, kommentieren

es trägt der ernstfall

 

herausgewachsen

und nicht hinein

der status quo ist

und darf sein

größe zeigen proben

echtes ausprobieren

vorreden, vorstehen, üben

sich nicht der masse fügen

gehen

sieben meilen stiefel

trägt der ernstfall

1 Kommentar 14.2.10 21:23, kommentieren

14. Februar

 

erst Ich

dann lange nichts

 

es muss passen

ein du muss es sein

ein du für das wir

mit festem Ich

 

in gewisser weise

eine gut gemeinte kalkulation,

die frucht bringt

wenn zufall und plan

zueinanderkommen

 

1 Kommentar 14.2.10 21:21, kommentieren

jetzt

 

Ein heute lässt sich schwer beschreiben

und was das Schlimmste ist

niemand will es beschrieben haben

 

ich frage dich

siehst du klar?

wimmeln tut es allemal und mittel haben ihren zweck

 

weißt du was, 

ich helfe dir

und melde die bedenken an

1 Kommentar 14.2.10 21:19, kommentieren

diese internetsache

 

früher, wenn man sich mochte, sich liebte und unverbindlich blieb, war man auch danach, wie davor, frei von vernetzung 

- vernetzung -

das dämonische wort auf das nur enttäuschung folgen kann

heute kommt man in versuchung, obwohl es nicht im plan angelegt war, man hofft auf ein Sozusagen-"Nichts", weil ja ein "Nichts" war

heute vergeht man vor sehnsucht, weil man weiß, der andere könnte, wenn er wollte, man sitzt vor dieser maschine und wartet, erbärmlich

heute überwindet man seinen stolz und ergeht der versuchung und schreibt und teilt sich mit und verwendet ironie

heute, wenn es sich als einseitiges bemühen erweist, fühlt man sich dem hunde unter dem tisch, der getreten ist, gleich, erniedrigt

heute geht unverbindlichkeit mich mehr, weil man könnte, wenn man wollte

 

10.1.10 21:41, kommentieren